Fragen und Antworten

Häufige Fragen – Frequently asked questions (FAQs)

Bei der Suche nach einer geeigneten Lüftung gibt es viele offene Fragen. Wir haben auf dieser Seite Fragen und Antworten zusammengestellt, um Ihnen die Auswahl zu erleichtern.

Gerne beantworten wir Ihnen auch Ihre individuellen Fragen – rufen Sie einfach an: Telefon 07556-966390

Keller- und Archivbelüftung

01. Unser Keller leidet im Sommer unter unangenehmen Kellergeruch. Was können wir tun?
02. Was versteht man unter einer „taupunktgesteuerten“ Lüftung?
03. Warum kaufe ich mir nicht einfach ein Hygrometer aus dem Baumarkt?
04. Welche relative Luftfeuchtigkeit soll/darf ein Keller maximal haben?
05. Auf dem Kellerboden entwickeln sich im Sommer feuchte Stellen. Was können wir tun?
06. Unser Elektriker hat uns ein Abluftgerät mit Hygrometer empfohlen. Ist dies sinnvoll?
07. Wir wollen in unserem Keller Papiere und Kleidung lagern. Was ist zu beachten?
08. In unserer Kellersauna breitet sich Schimmel aus. Welche Möglichkeiten der Sanierung gibt es?
09. Wir haben einen Entfeuchter zur Trocknung eingesetzt. Wie können wir Stromkosten reduzieren?
10. Welche Wasserentzugsleistungen sind mit einer Pendellüftung erzielbar?
11. Welche Garantie haben wir, dass ihre Pendellüftung funktioniert?
12. Im Winter läuft die Lüftung fast immer. Ist das richtig so?
13. Durch Lüften im Winter entstehen Wärmeverluste. Wäre es nicht sinnvoller, die Lüftung  abzustellen?
14. Welches Prinzip steckt hinter der Pendellüftung?
15. Warum wird das Prinzip der Pendellüftung nicht zur Wohnraumlüftung verwandt?
16. Wie wird verhindert, dass keine Insekten, Mäuse etc. in den Keller gelangen können?

01. Unser Keller leidet im Sommer unter unangenehmen Kellergeruch. Was können wir tun?

Hauptursache für schlechtes Kellerklima im Sommer sind geöffnete Kellerfenster. Als Sofortmaßnahme sollten Sie die Kellerfenster im Sommer konsequent geschlossen halten. Eine notwendige Lüftung sollte unter Berücksichtigung der Taupunktbedingungen der Luft erfolgen.

02. Was versteht man unter einer „taupunktgesteuerten“ Lüftung?

Warme Luft kann wesentlich mehr Feuchtigkeit aufnehmen als kalte Luft. Man kann dieses Phänomen im Sommer beobachten, wenn zum Beispiel eine Flasche Mineralwasser aus dem Kühlschrank auf den Tisch gestellt wird. Die Flasche betaut. Sie wird nass. Der Grund ist, dass sich die wasserdampfreiche warme Sommerluft an der Oberfläche der Flasche abkühlt und damit ihre Feuchtigkeit nicht mehr halten kann. Man spricht dann von einer Taupunktunterschreitung. Taupunkt – Lüftungssteuerungen berechnen aus den erfassten Klimadaten neben der tatsächlichen Feuchtigkeit innen und außen auch den Taupunkt der Luft. Als Konsequenz folgt daraus: Gelüftet wird nur dann, wenn es nicht schädlich für die zu belüftenden Räume ist.

03. Warum kaufe ich mir hierzu nicht einfach ein Hygrometer aus dem Baumarkt? Dieses zeigt mir doch auch an, ob es draußen trockener ist als drinnen.

Ein Irrtum. Nehmen Sie zum Beispiel einen durchschnittlichen neblig trüben Novembertag an. Angenommen, die Luft draußen hat eine Temperatur von 0,00 Grad und die relative Luftfeuchtigkeit liegt bei dem mit Ihrem Luftfeuchtemesser gemessenen Wert bei 100%. In Ihrem Keller messen Sie dann z.B. eine relative Luftfeuchtigkeit von 66% bei einer Temperatur von 16 Grad. Die abgelesenen Werte verleiten zu dem „logischen“ Schluss: Draußen 100%. Innen 66%. Also keinesfalls lüften. Diese Einschätzung ist falsch! Die Taupunkt-Lüftungssteuerung würde bei solchen Klimawerten das Lüften freigeben. Rechnet man aus den eben genannten Werten den tatsächlichen Wassergehalt der Luft aus, ergibt sich, dass der tatsächliche Wassergehalt der Luft draußen mit 4,85 g/m3 zu 8,99 g/m3 im Keller deutlich geringer ist. Das heißt, dass mit jedem Kubikmeter Luft, der aus dem Keller gelüftet wird 4,14 Gramm Wasser abgeleitet werden.

04. Welche relative Luftfeuchtigkeit soll/darf ein Keller maximal haben?

Bei unseren Untersuchungen haben wir festgestellt, dass die relative Luftfeuchtigkeit in einem Keller nicht dauerhaft über 70% liegen sollte. Insbesondere dann, wenn Möbel, Schuhe und Kleidung im Keller aufbewahrt werden. In Kellern mit kalten Wänden und Böden muss die relative Luftfeuchtigkeit unter Umständen jedoch deutlich geringer gehalten werden, um die Gefahr einer Tauwasserbildung jederzeit ausschließen zu können.

05. Auf dem Kellerboden entwickeln sich im Sommer feuchte Stellen. Was können wir tun?

Ihr Boden ist eventuell zu kalt für die im Keller vorherrschende Innenraumluft. Zur Abklärung dieser Frage sollten Sie die Boden- und Wandtemperaturen mit einem Infrarotthermometer messen. Folgende Maßnahmen könnten helfen, das Problem zu beseitigen:

• Kellerfenster und Korridortüren müssen im Sommer konsequent geschlossen bleiben.
• Bereits bestehende Lüftungsgeräte dürfen nur unter Berücksichtigung der Taupunktbedingungen betrieben werden.
• Rohr-und Schachtlüftungen auf freie Zirkulation von Luft überprüfen und gegebenenfalls verschließen.
• Boden und Wände dürfen im Winter durch übermäßiges Lüften nicht „kaltgelüftet“ werden.
–>Lüftung mit Wärmerückgewinnung einsetzen!
• Entfeuchter erst dann einsetzen, wenn diese Möglichkeiten ausgeschöpft sind.

06. In unserem Wasch- und Trockenraum herrscht oft schlechte Luft. Unser Elektriker hat uns ein Abluftgerät mit Hygrometer empfohlen.

Abluftgeräte mit Hygrometer reagieren nur auf relative Feuchtigkeit. Dies führt dazu, dass im Sommer die Geräte sehr oft einschalten und unter Umständen zu feuchte Luft aus dem Freien in den Keller gezogen wird. Ohne Taupunkt – Lüftungssteuerung können solche Geräte im Keller nicht sinnvoll betrieben werden.

07. Wir wollen in unserem Keller Papiere und Kleidung lagern. Was ist zu beachten?

Regale müssen von Wand und Boden mindestens 15 cm Abstand haben. Statt des Kellerfensters sollten Sie eine Pendellüftung mit Wärmerückgewinnung und eine Taupunkt – Lüftungssteuerung (TLR60) einbauen. Die Lüftung sorgt dafür, dass Ihre Lagerräume im Winter nicht unnötig auskühlen und keine „falsche“ Luft in die Räume gelangen kann. Bei höheren Anforderungen empfiehlt es sich, die Wand und Bodentemperaturen zusätzlich mit dem Temperaturfühler „OTF“ zu überwachen. Über den Temperaturfühler OTF kann, falls notwendig, ein Entfeuchter intelligent und energiesparend zur Klimastabilisierung herangezogen werden.

08. In unserer Kellersauna bereitet sich in den Ecken und im Übergang zwischen Wand und Decke immer wieder Schimmel aus. Welche Möglichkeiten der Sanierung gibt es?

Eventuell handelt es sich bei Ihrem Gebäude um ein Gebäude mit „konstruktiven Wärmebrücken“. Durch die Feuchtebelastung der Raumluft beim Saunabetrieb kommt es voraussichtlich immer wieder zu einer vorübergehenden Kondensation von Wasserdampf in den Raumecken. Neben einer kontrollierten Lüftung mit Taupunktüberwachung könnte der Einsatz sehr dünner Infrarotheizmatten an den betroffenen Stellen Sinn machen. Die Heizmatten werden mit einem geeigneten Spachtelmaterial aufgeklebt und über einen Ringkerntransformator mit Strom versorgt. Die gezielte Oberflächenerwärmung solcher Bauteile ist energiesparend, da die Wand in der Regel auf maximal 15-16 °C erwärmt wird. Mit der TLR60 Taupunkt – Lüftungssteuerung ist ein besonders energiesparender Einsatz von Heizmatten möglich, da dieser Regler einen Oberflächenfühler verwalten kann, der die Oberflächenheizung nur dann einschaltet, wenn tatsächlich eine Taupunktunterschreitung der betroffenen Bauteile festgestellt wird.

09. Wir haben bisher in unserem Keller einen Entfeuchter zur Trocknung eingesetzt. Wie können wir unsere Stromkosten reduzieren?

Anhand eigener Messungen in unseren Versuchskellern konnten wir einen durchschnittlichen Jahresstrombedarf von 1,33 kWh/Liter Wasser ermitteln. Je nach Stromtarif ergeben sich dadurch Kosten von ca. 0,30 € je Liter Wasserentzug. Eine Pendellüftung mit Taupunkt – Lüftungssteuerung könnte für Sie eine interessante ökologische Alternative zur Entfeuchtung der Raumluft darstellen. Wenn Sie zum Beispiel im (Sommer) Halbjahr 15 l Wasser pro Woche entsorgen, entstehen Ihnen Kosten von 26 Wochen * 15 Liter Wasser/Woche* 0,30 € /Liter = ca. 117 €. Unsere Lüftungsanlage hat in der gleichen Zeit einen Strombedarf von ca. 0,50 € pro Monat. In 6 Monaten fallen also rund 3 € Betriebskosten an. Selbst wenn Sie in den Sommermonaten Ihren Entfeuchter zeitweise zur Klimastabilisierung mitlaufen lassen, ist eine Energieeinsparung von rund 80 bis 90 % realisierbar.

10. Welche Wasserentzugsleistungen sind mit einer Pendellüftung erzielbar?

Die höchsten Entzugsleistungen einer Pendellüftung sind im Winter erzielbar. Hierzu ein Beispiel aus einem unserer Versuchskeller aus Dezember 2013:

Absolute Feuchte im Mittel außen = ca. 1,7 g Wasser/m³ Luft
Absolute Feuchte innen, bei 77% relativer Luftfeuchtigkeit und
14,9 °C Raumtemperatur = ca. 9,81 Wasser/m³ Luft
Differenz zwischen innen und außen: 8,11 g Wasser/m³ Luft

Theoretisch können also mit jedem m³ Raumluft der aus einem Keller herausgelüftet wird, rund 8 g Wasser abgeführt werden. Unsere Aufzeichnungen belegen, dass die relative Luftfeuchtigkeit mit der Lüftung innerhalb von ein bis zwei Tagen im Mittel um ca. 10 % gesenkt werden kann. Kellerräume mit aufsteigender Feuchte aus Wand und Boden können jedoch immer nur bis zu einem gewissen Grade „heruntergetrocknet“ werden, da über die Bauteile ständig neues Wasser nachkommt. Daher macht es auch keinen Sinn, „schlechte“ Keller mit einem Entfeuchter / Bautrockner zu stark auszutrocknen, da durch den hohen Wasserentzug eines Bautrockners das Nachströmen von Wasser aus dem umgebenden Erdreich angefeuert wird. In solchen Fällen muss zusätzlich das Mauerwerk trockengelegt werden.

Unter Berücksichtigung einer konservativen Betrachtungsweise gehen wir im Jahresmittel (Sommer/Winter) deshalb von einer durchschnittlichen Wasserentzugsleistung von rund 3-4 g Wasser pro m³ ausgetauschter Raumluft aus.

11. Die meisten Firmen geben in Bezug auf die Kellerentfeuchtung keine Garantie für die Wirksamkeit. Welche Garantie haben wir, dass ihre Pendellüftung funktioniert?

Seien Sie grundsätzlich misstrauisch, wenn Ihnen schon am Telefon „garantierte Erfolge“ versprochen werden. Eine seriöse Einschätzung wie gut ein Verfahren wirkt, kann in der Regel nur nach einer Begehung des Objekts vorgenommen werden. Lassen Sie sich die vorgeschlagenen Sanierungsmaßnahmen erklären und fragen Sie nach vergleichbaren Referenzobjekten in der Nähe. Schließen Sie keine Verträge an der Haustüre ab! Erkundigen Sie sich, wie lange die Firma schon besteht und wie lange das vorgeschlagene Verfahren schon angewendet wird. (Seriöse Firmen haben meist auch „öffentliche“ Referenzobjekte vorzuweisen.) Lassen Sie sich Telefonnummern und Ansprechpartner von Behörden und Planungsbüros geben, wo Sie sich gegebenenfalls zur Wirksamkeit des vorgeschlagenen Verfahrens erkundigen können. Suchen Sie im Internet nach Erfahrungsberichten mit dem vorgeschlagenen Sanierungsvorschlag.

Bitte beachten Sie, dass eine EKML Kellerlüftung keinesfalls als Ersatz für eine professionelle Kellertrockenlegung dienen kann. Unser Pendellüftungssystem sorgt dafür, dass a) unnötiger Feuchteeintrag durch kondensierende Außenluft dauerhaft verhindert wird, b) Raumluftfeuchtigkeit permanent abgeführt wird, und c) die Kellerräume infolge der Lüftung nicht unnötig ausgekühlt werden.

Damit unsere Kunden sich ein Bild von der Wirksamkeit unserer Kellerlüftung machen können, veröffentlichen wir monatlich die Daten eines unserer Testkeller unter den nachfolgenden Downloadlinks:

Vorläufige Lüfter Leistungsdaten EKML Kellerlüftung
http://www.evernote.com/l/AFNAjg9Ye4hFk71KFgz3HQf7TQQFsqAe-ZY/

Überwachter Keller November 2014
http://www.evernote.com/l/AFOuRGy57_xPMYaFH_JAZFARRzHBk5p1EOI/

Überwachter Keller Dezember 2014
http://www.evernote.com/l/AFOrztjlcYZEZqUDDn8Dg8PKh-tDKGIBBDQ/

Überwachter Keller Januar 2015
http://www.evernote.com/l/AFPjlkQy2F1HspQJOx59VJELl-MFnJ2d1iY/

Überwachter Keller Februar 2015
http://www.evernote.com/l/AFOCoWo43-ZHfLuJYppg6T9lfV6Np9TL4Vg/

Überwachter Keller März 2015
http://www.evernote.com/l/AFOZONKQoslHBLlZcJP_Wmtgn-ggP1Fnp0E/

Überwachter Keller April 2015
http://www.evernote.com/l/AFNjxfxkwXRFvKvrQvuuVghCnTGJihes_Gc/

Überwachter Keller Mai 15
http://www.evernote.com/l/AFPZUbVuRBRPn6TkkBtS2E7rS8OJZNzJicI/

Überwachter Keller Juni 15
http://www.evernote.com/l/AFMeHpGjwOxCdaPhBB3pGilE08FZZbGlpNE/

Überwachter Keller Juli 15
http://www.evernote.com/l/AFMzqHVoh4NOxbWSRkN3DqWCknYEi28-XSU/

Überwachter Keller August 15
http://www.evernote.com/l/AFPBY0_Zs5ZNtav7Jtqukkz8Aom-N_BMMdM/

Überwachter Keller September 15
http://www.evernote.com/l/AFPbGreTPqZK67cBTh01B9sVpZ-8pvrxGnw/

12. Aus den von ihnen veröffentlichten Diagrammen geht hervor, dass die Lüftung im Sommer relativ oft ausgestellt wird. Im Winter läuft die Lüftung fast immer. Ist das richtig so?

Die braunen Linien in den Diagrammen belegen, dass die Taupunkt – Lüftungssteuerung korrekt funktioniert! Das Lüften wird immer dann verhindert, wenn die tatsächliche Luftfeuchtigkeit im Freien schädlich für den Keller wäre. Im Winter ist aufgrund der niedrigen Temperaturen der tatsächliche Wassergehalt der Luft so gering, dass die Lüftung fast durchgehend läuft.

13. Durch das Lüften im Winter entstehen doch Wärmeverluste. Wäre es nicht sinnvoller, die Lüftung ganz abzustellen?

In den Rohren des Kellerlüftungssystems stecken hochwirksame Keramikwärmespeicher. Die Wärmespeicher können bis zu 90 % der Wärme aus der Abluft zurückgewinnen. Durch Datenauswertungen aus mehreren Testkellern wissen wir, dass man schon mit sehr geringen Luftwechselraten Kellerräume im Winter wirksam trocken halten kann. Deshalb darf die Intensität der Lüftung in den Wintermonaten auf ein Minimum reduziert werden. Durch das Umstellen von Sommer auf Winterbetrieb reduzieren sich die Stromkosten für den Betrieb der Lüfter um mehr als 50 %, in gleichem Maße reduzieren sich die Verluste bei der Wärmerückgewinnung. Selbst gänzlich unbeheizte Keller verlieren dabei (trotz guter Durchlüftung) kaum mehr als ein Grad Celsius Raumtemperatur pro Monat. Das Lüften im Winter sorgt gerade im Winter für einen nicht unerheblichen Abtransport von Wasser aus Wänden und Böden. Sie sollten deshalb die Lüftung in der kalten Jahreszeit auf jeden Fall weiter laufen lassen.

14. Wir kennen das Prinzip der Keramikwärmetauscher aus der Wohnraumlüftung. Welches Prinzip steckt hinter der Pendellüftung?

In den klassischen dezentralen Wohnraumlüftungen mit Wärmerückgewinnung werden meist Reversierlüfter eingesetzt. Also Motoren, die ihre Laufrichtung umkehren können. In den Lüftungsrohren stecken Wärmetauscher aus Keramik oder Aluminium. Über den „Umkehreffekt“ werden die Wärmetauscher z.B. im 80 Sekunden Takt be- und entladen. Reversierlüfter bringen für Anwendungen in der Kellerlüftung zu wenig Leistung. In unseren Versuchskellern konnten wir durch Messungen nachweisen, dass eine „passive“ Wärmerückgewinnung dadurch möglich ist, wenn man Axiallüfter Luft wechselweise durch Keramikspeicher nach draußen blasen lässt. Das heißt, immer dann, wenn einer der Lüfter 80 Sekunden lang nach draußen bläst, ist der andere Lüfter still. Die in den Rohren befindlichen Keramikwärmetauscher werden also von den Lüftern wechselweise aktiv beim Ausblasen aufgeladen und danach passiv durch frei hereinströmende kalte Luft entladen. Wir nennen dieses Prinzip Pendellüftung und haben im Juni 2014 ein Patent für dieses Lüftungssystem angemeldet.

15. Warum wird das Prinzip der Pendellüftung nicht zur Wohnraumlüftung verwandt?

Wenn ein Keller relativ dicht ist, sind die Zuluft und Abluftvolumenströme nahezu gleich. Dann haben wir nachweislich ein einfaches und funktionierendes Wärmerückgewinnungssystem. Da jedes Gebäude einen gewissen Grad an „Undichtigkeit“ aufweist, wird bei der Pendellüftung immer auch ein mehr oder weniger großer Anteil Kellerluft ohne Wärmerückgewinnung abgeführt. In der Wohnungslüftung mit seinen insgesamt höheren Lufttemperaturen ist dies unerwünscht. In einem Keller spielen diese Faktoren keine so große Rolle, da der Schwerpunkt des Lüftens hier auf Entfeuchtung abzielt.

16. Gibt es eine Sperre für Insekten und Nagetiere?

Die Keramikspeicher in den Rohren stellen eine natürliche Barriere für derlei Getier dar. Die sich drehenden Lüfterflügel sorgen für eine zusätzlich abschreckende Wirkung. In den Zeiten, in denen die Lüftung abgestellt ist, verschließen elektrisch betriebene Klappen die Lüftungsrohre, so dass ein Eindringen für unerwünschte Gäste unmöglich ist.